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1. Preis für die hervorragende Pflege des Vorgartens aus dem Jahr 1937. Bereitgestellt von Egon Vahlenkamp. Dankesschreiben aus dem Jahr 1948 des Turnvereins "Glück auf e.V. 1894" für die Schenkung eines zinslosen Darlehens aus dem Jahr 1929. Bereitgestellt von Egon Vahlenkamp. Ehrenurkunde aus dem Jahr 1955. Bereitgestellt von Egon Vahlenkamp.

Ausbaupläne Schulstraße/Sandweg und Bremer Heerstr

(ein historischer Rückblick auf die Straßennamen)

Auch im Jahr 2018 hat sich der Vorstand des Bürger- und Gartenbauvereins mit den Anliegen und Sorgen seiner Mitglieder und der Osterbürger/innen beschäftigt. Vorrangig ging es um die Ausbaupläne der Stadtverwaltung für die Schulstraße/Sandweg und die Bremer Heerstraße. - Da bietet sich ein Rückblick auf die Straßennamen an.

Die Schulstraße heißt natürlich so, weil hier bei Nr. 21 die Grundschule Drielake steht. Sie
wurde 1914 gebaut. Aber schon früher gab es in dieser Region Schulen; seit 1650 gibt es Hinweise auf eine Schule; 1859 baute die Gemeinde Osternburg an gleicher Stelle eine größere Schule und 1902 eine weitere am Sandweg, weil die Einwohnerzahl durch die rasante Entwicklung der Industrie (Glashütte usw.) schnell anstieg. In der Folge wurde das heutige Gebäude immer wieder vergrößert und das am Sandweg aufgegeben. Heute hat die Grundschule in den Jahrgängen 1 bis 4 neun Klassen.

Der Straßenname Sandweg deutet darauf hin, dass beim Bau und der Befestigung des Weges eine dammartige Aufschüttung notwendig war, denn der moorige Untergrund ließ nur so eine Nutzung als Fahrweg zu. In der Gegenwart wurde der Sandweg immer mehr als Wohnstraße ausgebaut und fast bis zum Tweelbäker See verlängert. - Der parallel verlaufende Herrenweg diente Graf Anton-Günther (1583-1667) und seinem Gefolge durchs Osternburger Moor nur als Reitweg zur Jagd im Reiherholz (heute Gemeinde Hude). Der Weg war für Fahrzeuge trotz Sandauffüllungen wenig geeignet und verfiel im 18. Jahrhundert.

Die Bremer Heerstraße (ab Kreiswehrersatzamt) ist nicht so alt. Sie wurde von 1821 bis 1830 als „Bremer Chaussee“ als „Kunststraße“ gebaut, das heißt, sie hatte keine historische Vergangenheit. Sie diente mit neuer Linienführung ausschließlich militärischen Zwecken und war mit Klinkern gepflastert. So konnten hier Soldaten von ihrer Kaserne an der Bremer Straße Nr. 69 zum Manöver oder nach Bremen marschieren oder mit Pferdefuhrwerken dorthin befördert werden, zum Beispiel zum nächsten Bahnhof in Bremen. - Vorher führte der Weg nach Bremen jahrhundertelang per Postkutsche oder Pferdefuhrwerk nach Bremen erst über dem Damm, durch die Hunteniederung ab Osternburg auf einem Geestrükken über die Cloppenburger und Sandkruger Straße, durch Sandkrug nach Kirchhatten und dann über Delmenhorst in die Hansestadt.

GC.

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